Krematorium Jena erneut ausgezeichnet

Beitrag erstellt am
Bild
Team des Krematoriums Jena mit der erneuerten Auszeichnung
Untertitel
Team des Krematoriums Jena mit der erneuerten Auszeichnung

Krematorium Jena erneut ausgezeichnet: Gütesiegel "Kontrolliertes Krematorium" zum dritten Mal verlängert

Das Krematorium Jena hat erneut erfolgreich eine umfassende Prüfung durchlaufen und darf das Gütesiegel "Kontrolliertes Krematorium" für weitere drei Jahre tragen. Damit wird die hohe Qualität der Arbeit am Standort Nordfriedhof ein weiteres Mal bestätigt.

Seit dem Jahr 2017 trägt das neue Jenaer Krematorium diese Auszeichnung durchgehend. Das Siegel wird nicht dauerhaft vergeben, sondern muss regelmäßig neu bestätigt werden. Alle drei Jahre überprüft ein unabhängiges Prüfinstitut, ob die strengen Kriterien weiterhin erfüllt werden. Begutachtet werden dabei unter anderem die Arbeitsabläufe, der Arbeitsschutz, technische Voraussetzungen im Bereich Umwelt- und Emissionsschutz sowie Wartungsprotokolle und Messwerte. Auch der würdevolle und respektvolle Umgang mit Verstorbenen ist ein wichtiger Bestandteil der Prüfung.

Die erneute Verlängerung zeigt: Das Krematorium Jena arbeitet zuverlässig, transparent und nach hohen fachlichen Standards.

 

Zehn Jahre neuer Standort: Ein modernes Krematorium des 21. Jahrhunderts

Im Mai 2016 wurde das neue Krematorium auf dem Nordfriedhof in Jena eröffnet. Seitdem ist dort ein Ort entstanden, der weit mehr ist als ein reiner Zweckbau. Die moderne Architektur, großzügige Fensterflächen und gezielt gesetzte Lichtakzente schaffen eine würdevolle Atmosphäre. Der Blick nach Osten über das Saaletal verleiht dem Gebäude zusätzlich eine besondere Ruhe.

Das Krematorium entspricht den hohen technischen und umwelttechnischen Anforderungen unserer Zeit. Es verbindet moderne Technik mit einem sensiblen Umgang mit einem Thema, das für Angehörige oft mit Schmerz, Unsicherheit und vielen Fragen verbunden ist.

 

Begleitende Einäscherungen: Den letzten Weg bewusst begleiten

Seit nunmehr zehn Jahren sind im Krematorium Jena auch begleitende Einäscherungen möglich. Dabei können Angehörige den letzten Weg eines verstorbenen Menschen bewusst begleiten. Für viele ist dies ein wichtiger Moment des Abschieds.

Denn die Einäscherung ist nicht nur ein technischer Vorgang. Sie ist für viele Menschen die eigentliche Bestattung: Der Sarg wird dem Feuer übergeben, so wie er bei einer Erdbestattung der Erde übergeben wird. Es ist der letzte Weg, auf dem eine Begleitung noch möglich ist.

Das Angebot wird stetig besser angenommen. Im Jahr 2025 fanden im Krematorium Jena rund 2.000 Einäscherungen statt, davon 75 als begleitende Einäscherungen. Die Rückmeldungen der Angehörigen sind sehr positiv. Gleichzeitig zeigt sich: Viele Menschen wissen noch immer nicht, dass diese Form des Abschieds in Jena möglich ist. Hier braucht es mehr Aufklärung — auch durch Bestattungsunternehmen. Immer wieder wird bedauert, wenn Angehörige erst im Nachhinein erfahren, dass sie diese Möglichkeit gehabt hätten.

Auch persönliche Gestaltungen sind denkbar. So kann beispielsweise eine Sargbemalung ein sehr individueller und tröstlicher Bestandteil des Abschieds sein. Solche Wünsche benötigen etwas Planung und Zeit, lassen sich aber grundsätzlich ermöglichen.

 

Regionaler Abschied, statt weite Wege

Ein weiteres wichtiges Thema ist der sogenannte Bestattungstourismus. Viele Verstorbene werden über weite Strecken transportiert, bevor sie eingeäschert werden. Für Angehörige ist oft gar nicht ersichtlich, wo genau die Einäscherung stattfindet.

Dabei lohnt es sich, bewusst nachzufragen: Wo wird der Verstorbene eingeäschert? Nicht immer entspricht ein weiter Transport dem Wunsch oder dem Sinn der verstorbenen Person und ihrer Familie. Das Krematorium Jena bietet eine moderne, geprüfte und würdevolle Möglichkeit direkt vor Ort.

Das Fazit ist klar: Wer einen regionalen, transparenten und persönlichen Abschied wünscht, sollte das Krematorium Jena bewusst in Betracht ziehen.

 

Führungen und Einblicke möglich

Um Unsicherheiten abzubauen und Fragen offen zu beantworten, sind Führungen durch das Krematorium Jena jederzeit nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Interessierte können sich über die Internetseite informieren und einen Termin abstimmen.

 

Ausblick: Krimi-Lesung und Jubiläum 2028

Auch besondere Veranstaltungen sind geplant: Am 5. September 2026 findet im Krematorium Jena eine Krimi-Lesung statt.

Ein weiterer wichtiger Blick geht bereits in das Jahr 2028. Dann jährt sich die Einführung der Feuerbestattung in Deutschland zum 150. Mal. Zu diesem Anlass ist unter anderem ein Tag der offenen Tür geplant. Weitere Informationen dazu folgen rechtzeitig.