Breitbandausbau

Geförderter Breitbandausbau in Jena

Weiße-Flecken-Förderung (2017 – 2023)

Baustart im Frühling 2022 erfolgt
Der KSJ betreut für die Stadt Jena ein Projekt über die Bundesförderung Breitband weiße Flecken" (Gefördert durch das Landesprogramm Breitbandausbau).

Damit fördert die Bundesregierung seit November 2015 deutschlandweit den Ausbau leistungsfähiger Breitbandnetze in den Regionen, in denen ein privatwirtschaftlich gestützter Ausbau bisher noch nicht gelungen ist. Das Ziel ist es, einen effektiven und technologieneutralen Breitbandausbau zur Erreichung eines nachhaltigen, zukunfts- und hochleistungsfähigen Breitbandnetzes (Next-Generation-Access-Netz) zu fördern. Es sollen möglichst alle noch verbliebenen weißen Flecken" (verfügbare Anschlussgeschwindigkeit < 30 Mbit/s) mit schnellem Internet versorgt werden.

Im Vorfeld dieses Verfahrens hat die Stadt Jena ein Markterkundungsverfahren durchgeführt. Dieses wurde auf dem zentralen Online-Portal www.breitbandausschreibungen.de" öffentlich bekannt gemacht. Im Rahmen dieses Markterkundungsverfahrens hat die Stadt Jena Telekommunikationsunternehmen zu einer Stellungnahme aufgefordert, ob sie in den nächsten drei Jahren den Auf-/Ausbau eines NGA-Netzes im Gebiet der Stadt Jena vornehmen werden. Gleichzeitig hat die Stadt TK-Unternehmen, die bereits Breitbandanschlüsse von mehr als 30 Mbit/s anbieten, aufgefordert, diese Gebiete anzuzeigen.

Die Fördermittelgeber ateneKOM im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur und die Thüringer Aufbaubank im Auftrag des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft unterstützen das 7,4 Mio. Euro umfassende Vorhaben mit 3,7 Mi. Euro Bundesmittel und 3 Mio. Euro Landesmittel.
Die Stadt Jena trägt den Eigenanteil von 0,7 Mio. Euro.
Im Rahmen des neuen Bundesförderung Breitband graue Flecken" wurde die die Projektträgerschaft in den „weißen Flecken" neu geordnet und ging von der ateneKOM an die PricewaterhouseCoopers GmbH (PWC) über.

Eine Kick-Off-Veranstaltung mit der ausführenden Thüringer Netkom und einigen Ortsteilbürgermeistern betroffener Ortsteile fand im April 2021 statt. Im Rahmen der Maßnahme werden 64 km Tiefbau realisiert sowie 147 km Glasfaser und 84 km Leerrohre neu geschaffen. Nach Ende der Maßnahme im Februar 2023 werden weitere 312 Haushalte und 67 Unternehmen zuverlässig mit Bandbreiten von Mindestens 50 Mbit/s versorgt.

Der Baubeginn erfolgte in der Kalenderwoche 09/2022. Einen Termin für den offiziellen Spatenstich wird noch durch die Thüringer Netkom organisiert. Hier finden Sie weitere Informationen der Thüringer Netkom zum Projekt.

Graue-Flecken-Förderung (2022 – …)

Markterkundungsverfahren im Frühling 2022 gestartet
Seit April 2021 können Kommunen oder Landkreise in ganz Deutschland erstmals eine Förderung vom Bund für den Glasfaserausbau in so genannten Grauen Flecken", also Gebieten mit einer Internetversorgung von weniger als 100 Megabit pro Sekunde, beantragen. Damit wird die Förderung deutlich ausgeweitet. Bislang waren nur Gebiete mit einer Versorgung unter 30 Mbit/s (Weiße Flecken") förderfähig. Unabhängig von dieser so genannten Aufgreifschwelle sind besonders wichtige Anschlüsse (Schulen, Krankenhäuser, kleine und mittlere Unternehmen, Gewerbegebiete, lokale Behörden und Verkehrsknotenpunkte wie z. B. Häfen oder Bahnhöfe) auch oberhalb dieser Grenze förderfähig.

Für Thüringen ist der zuständigen Projektträgers (Los A) die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PWC) in Zusammenarbeit mit VDI/VDE Innovation + Technik GmbH und TÜV Rheinland Consulting GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV).

In Jena startet die Telekom 2022 einen großflächigen eigenwirtschaftlichen Ausbau. Um eventuell noch verbliebene unterversorgte Adresspunkte in Jena zu finden, hat der KSJ für die Stadt Jena im März 2022 ein sogenanntes Markterkundungsverfahren gestartet. Hiermit wird ermittelt, ob in einem vorab festgelegten Gebiet voraussichtlich in den nächsten drei Jahren ein privatwirtschaftlicher Ausbau eines NGA-Netzes (Next Generation Access Network) mit mindestens 100 Mbit/s stattfinden wird. Für ermittelte unterversorgte Adresspunkte, die den Programmbedingungen genügen, wird dann ein Antrag auf Infrastrukturförderung vorbereitet. Diese Arbeiten werden durch Beraterleistungen im Rahmen einer Förderung des Graue-Flecken-Programms durch die PWC, im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV), unterstützt.

 

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Förderprojekt Breitbandausbau
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Beitrag von JenaTV 27.04.2022